Kuhloschreibweise

Blechbläser, insbesondere Trompeten und Tenorhörner kennen zwei unterschiedliche Notationsschreibweisen, klingend und transponierend.

Was bedeutet das?? Spielt man auf einem Klavier die Taste C so klingt auch ein C….. Spielt ein Posaunenchorbläser gemäß der Kuhloschreibweise ein C so klingt ebenfalls ein C. Anders ist es bei der transponierenden Schreibweise. Spielt ein Trompeter nach diesem System ein C so klingt dieses C einen Ton tiefer, also ein Bb. Das Bedeutet, dass Blechbläser, die transponierend spielen, immer spezielle Noten in der sogenannten Bb-Schreibweise vorliegen haben müssen oder sie müssten in der Lage sein vom Blatt zu transponieren.

Will man oder muss man Noten zwischen diesen beiden Schreibweisen transponieren, so kann man sich ganz einfach am Quintenzirkel orientieren.

 Will man von der transponierenden Schreibweise zur klingenden ( Kuhloschreibweise ) transponieren, so geht man von der vorhandenen Tonart im Quintenzirkel zwei nach links und schon ist das Notenwerk identisch.

Beispiel: transponierende Noten sind in C und sollen nach klingend transponiert werden ->>  ergibt zwei nach links  = Bb

Andersrum, will man von der klingenden Schreibweise zur transponierenden wechseln, so geht man im Quintenzirkel zwei nach rechts.

Beispiel:  klingend C, zwei nach rechts ->> D

Es geht jeweils nur um die Schreibweise; ein Posaunenchorbläser bläst ein Bb ohne ein Ventil zu drücken und es klingt ein Bb; der „andere“ Bläser drückt auch kein Ventil, es klingt ein Bb aber auf seinem Notenblätt ist ein C notiert…..

Der Vater der Posaunenchormusik, Johannes Kuhlo, hat diese Schreibweise für die Posaunenchöre entwickelt; so konnte man z. B. gemeinsam aus dem Gesangbuch musizierenBläser und Gemeinde.