Max Drischner

Max Drischner  (* 31. Januar 1891 in Prieborn, Landkreis Strehlen; † 25. April 1971 in Goslar) war ein
schlesischer Organist und Komponist. Er war befreundet mit Dr. Albert Schweitzer, der den meisten
Menschen nur als Urwalddoktor bekannt ist. Dr. Albert Albert Schweitzer war aber auch ein sehr guter
Orelkenner und -spieler. Die Orgel ist und bleibt wohl die Königin der Instrumente und kann Menschen in
sehr viele Stimmungen versetzen. Ein Onkel von mir hat bei Max Drischner das Orgelspiel gelernt. Von
ihm habe ich Fotos, Notenwerke und auch ein handgeschriebenes Notenstück erhalten. Einerseits ist die
Einfachheit und Klarheit seiner Werke beeindruckend; andererseits hat wer auch große Werke ge-
schaffen, z, B. den Sonnenhymnus   (  siehe    https://www.youtube.com/watch?v=lJn0hW-pPEk  ).Der 
Sonnenhymnus, eine Orgel-Passacaglia in E-Dur, versucht die Stimmung eines Sonnenaufgangs in 
Schlesien bei Prieborn (der Heimat von Drischner, aus welcher er mit allen Angehörigen 1946 vertrieben 
wurde) in Musik zu fassen. Ausserdem dient der Sonnengesang des Echnaton, und daraus abgeleitet, 
der 104. Psalm, als programmatische Grundlage. Das - im Sinne eines optischen Leitmotives mehrfach 
verwendete Titelbild der Notenausgabe der Passacaglia - zeigt wirklichkeitsgetreu die Gegend von 
Prieborn mit dem Rummelsberg im Hintergrund und war für Max Drischner, als ein Andenken an die 
verlorene Heimat, sehr bedeutungsvoll. Aber auch die norwegische Toccata und Fuge in g-moll ist sehr
beeindruckend. Max Drischner hatte gute Freunde und Verbindungen nach Norwegen. 
Die "Norwegischen Variationen" sind ein trefendes Beispiel dafür.

Hier ein Foto mit seinen Chorknaben in Brieg