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Helmut Pleschke
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    Mein Instrument ist ein Yamaha YEP 321 S  Euphonium:

     

     Das Euphonium ist das Cello unter den Blechblasinstrumenten.

     

    Euphonium (gr.: wohlklingend) ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner konischen Mensur zur Familie der Bügelhörner gehört und üblicherweise mit 3 oder 4 Perinet-Ventilen ausgestattet ist.
    1843 wurde dann das Euphonium, damals noch mit dem italienischen corno basso chromatico bezeichnet, erfunden, um einen tieferen und weicheren Klang zu erhalten. Als Erfinder gelten „Capellmeister Sommer“, der aus Weimar stammte, und Adolphe Sax. Beim Euphonium baute man eine weitere Mensur ein, das heißt die Rohre des Instruments wurden vergrößert. Das Euphonium nennt man auch Infanteriecello, es ist das "Violoncello" der Blasmusik.

    Die Grundstimmung des Euphoniums ist in der Regel in B; es klingt eine Oktave tiefer als eine Trompete und eine Oktave höher als eine Tuba in dieser Stimmung.

    Das Euphonium wird besonders von Posaunisten oft mit einem Kesselmundstück gespielt, doch bedeutende Hersteller wie Besson legen ab Werk ein Trichtermundstück bei.

    Während manche frühen Modelle wegen der unvermeidlichen Intonationsprobleme von Ventilkombinationen mit bis zu sechs Ventilen ausgestattet waren, haben heutige Euphonien stattdessen mitunter ein Kompensationssystem, in jedem Fall aber nur noch drei oder vier Ventile. Die ersten drei werden mit der rechten Hand und je nach Bauart des Instruments entweder von oben oder von vorn gegriffen (top action oder front action). Das vierte Ventil, so vorhanden, ist ein Quartventil. An einfachen Instrumenten befindet es sich neben den ersten drei Ventilen (in-line) und wird mit dem kleinen Finger der rechten Hand gegriffen.
    Tonumfang

    An aufwändigeren Instrumenten ist das vierte Ventil seitlich angebracht und wird mit der linken Hand gespielt. Die Bohrung in der Ventilmaschine beträgt heute bis zu 16,2 mm, im vierten Ventil bis zu 17,2 mm. Der Schalltrichter weist entweder nach oben oder ist schräg nach vorn abgewinkelt („Bellfront“ oder „Frontbell“) und hat einen Durchmesser von bis zu 310 mm.

    Der Tonumfang entspricht in etwa dem der Posaune, wobei selbst weit mensurierte Euphonien in der Höhe oft etwas besser ansprechen. Nur kompensierte Euphonien mit Quartventil sind jedoch bereits ab der Pedallage aufwärts voll chromatisch spielbar. Auf nicht kompensierten Instrumenten dagegen intonieren die Töne ab dem großen As abwärts bis zum Kontra-H zunehmend schlechter. Der auf allen vier Ventilen gegriffene Ton liegt hier deutlich näher am C als am Kontra-H.

    Vierventiliges Euphonium ohne Kompensation, top action-Bauweise, in-line-Ventilkonfiguration
    In der Klangfarbe unterscheiden sich Euphonium und Posaune erheblich: Infolge seiner konischen Mensur ähnelt der weichere Klang des Euphoniums stark dem des Waldhorns, während die Posaune aufgrund ihrer zylindrischen Mensur härter klingt und eher der Trompete ähnelt. Das Euphonium wird besonders in Blaskapellen auch als Soloinstrument eingesetzt, weil es einen weichen, aber auch spitzen, lauten Klang haben kann.

    Im symphonischen Bereich wird das Euphonium - wenn überhaupt - solistisch eingesetzt, und zwar für bestimmte Partien in meist spätromantischen Werken, bei denen nicht völlig klar ist, ob der Komponist mit "Tuba" eine Tenortuba, eine Wagnertuba, ein Saxhorn oder ein anderes, heute eventuell nicht mehr gebräuchliches Instrument im Sinn hatte und die oberhalb des "normalen" Tonumfangs einer modernen F-Tuba notiert sind. Das Euphonium wird im sinfonischen Bereich auch anstatt des Tenorhorns verwendet.

    Werden die Stimmen für das Euphonium im Violinschlüssel notiert, so wird das Euphonium transponierend gespielt, andernfalls im Bassschlüssel klingend!

    Helmut Pleschke ( C ) HPL 01/2017